BBV-Perspektive: TuS Stenern!

Der Fußball-Bezirksligist TuS Stenern will weiter in Ruhe arbeiten und durchaus den Blick weiter nach oben richten.

Neuzugänge 25/26: Julian Stockhorst (von links), Tom-Luka Wanders, Jacobus Derk Tielemann, Max Nikolas Waschki

Bericht: Daniel Oenning, BBV-Ausgabe vom 04.08.25
Fotos: Daniel Oenning/TuS Stenern

Bocholt-Stenern Nach zwei schwierigen Jahren in Folge, in denen die Fußballer der TuS Stenern den Klassenerhalt in der Bezirksliga jeweils erst am letzten Spieltag sichern konnten, haben sich die Verantwortlichen um Chefcoach Simon Meyering eine Saison gewünscht, die fernab vom Abstiegskampf laufen soll und an dessen Ende bestenfalls ein einstelliger Tabellenplatz herausspringt.

Nach dem letzten Spieltag stand Rang neun, mit 47 erspielten Punkten und einer Spielzeit gänzlich ohne Abstiegssorgen zu Buche. Meyering zieht deshalb auch ein positives Fazit: „Wir hatten keine Negativphasen, haben mit den Abstiegsplätzen nichts zu tun gehabt. Es war angenehm, diesen Druck nicht ständig haben zu müssen, die Punkte unbedingt zu brauchen. Wichtig war aber, dass wir Ruhe hatten und alles hier sehr harmonisch war und ist“, sagt Stenerns Trainer und ergänzt: „Das unterscheidet uns vielleicht auch ein bisschen von anderen Vereinen.“

Trainerteam 25/26: Henning Kubo (von links), Simon Meyering, Michael Warmers, Philipp Juttner

Stenerns neuer Co-Trainer Hennig Kubo erklärt dazu, „dass wir auch im Training viel entspannter arbeiten konnten. Wenn es nicht läuft, ist die Frustration automatisch höher. Man hat gemerkt, dass wir die Lockerheit zuletzt auch mit in die Spiele nehmen konnten.“ Kubo weiß jedenfalls, wovon er spricht, denn er gehörte als Defensivallrounder in den letzten Jahren zum Kader und schnürte selbst noch die Fußballschuhe.

Neuzugang Tom-Luka Wanders

Weiterer Zuwachs im Trainerteam ist in Stenern jedenfalls keine falsche Option. Denn der Kader zählt derzeit 28 Akteure, was von Meyering durchaus so gewollt ist, um auf Ausfälle eher reagieren zu können.

„Das Problem in den letzten Jahren war, dass wir extrem mit Ausfällen zu kämpfen hatten. Ob es Urlaub, Montage, oder Schichtarbeit ist. Das hat uns hier und da einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir waren sehr viel am basteln. Und dem wollen wir einfach vorbeugen, indem wir uns breiter aufstellen“, sagt er.

Auch der Kader wurde erweitert, vier Neuzugänge durfte das Trainerteam zum Start der Vorbereitung begrüßen, die mit einem Mannschaftstag und dem Besuch des Spiels zwischen dem 1.FC Bocholt und Schalke 04 begann.

Für den Angriff wurde Tom-Luka Wanders vom VfL Rhede verpflichtet. „Ein Spieler mit einem echten Neuner-Profil, der in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er das Tor treffen kann“, weiß Meyering zu berichten und auch Jacobus Derk Tielemann durfte sein Können bereits in der Bezirksliga bei TuB Bocholt und auch beim FC Olympia, von dem er nun nach Stenern wechselte, unter Beweis stellen. „Coby hat ein super Tempo, verjüngt den Kader nochmal und ist lernwillig“, sagt sein neuer Coach.

Neuzugang Jacobus Derk Tielemann

Max Nikolas Waschki und Julian Stockhorst stoßen aus der eigenen U19 zur Mannschaft. Laut Co-Trainer Kubo haben die Youngster bislang einen sehr positiven Eindruck hinterlassen: „Körperlich muss noch ein bisschen kommen, ansonsten sind sie, je nach Entwicklung, eventuell sogar Kandidaten für die Startelf.“

Zur Startelf gehören mit ziemlicher Sicherheit auch Stammkeeper und Co-Trainer Philipp Juttner, Kapitän Felix Amler, Innenverteidiger Lucas Wüpping, Benjamin Lückel, die Offensivallrounder Alexander Biermann und Jens Terörde sowie Torjäger Kai-Philipp Ridder. Das sind allesamt Akteure, die einen Namen im Bocholter Fußball haben und größtenteils Landesliga-Erfahrung mitbringen. Gemeinsam mit den talentierten Nachwuchskräften hat Stenern demnach eine gute Mischung im Kader. „Zudem macht uns die mannschaftliche Geschlossenheit aus, die teilweise über Jahre gewachsen ist“, betont Philipp Juttner.

Arbeiten werden die Stenerner in der Vorbereitung an einer Systemumstellung auf eine Dreierkette. Und auch die hohe Anzahl an Gegentoren, in der letzten Saison 75, soll in Zukunft minimiert werden.

„Wichtig wird auch sein, dass wir Konstanz in unsere Ergebnisse bekommen. Wir haben es nie geschafft, mal eine Serie zu starten“, macht Meyering klar. Kubo sagt auch, „dass wir uns gerade gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften sehr schwergetan haben und uns in den Spielen oft die spielerischen Lösungen gefehlt haben.“

Wo genau seine Mannschaft am Ende der Saison stehen soll, kann Stenerns Trainer nicht einmal genau sagen. „Auf jeden Fall nicht schlechter als in der letzten Saison, natürlich mit dem Blick nach oben. Wir können die Liga, die anderen Teams aber noch nicht genau einschätzen. Von daher kann ich mich da gar nicht festlegen“, so Meyering.