Ü32 des TuS Stenern verpasst DM-Titel nur knapp!
Das Team von Trainer Holger Krämer schlägt den neuen Titelträger Bayern München und darf 15 Minuten lang von der Meisterschaft träumen.

Die Ü32 des TuS Stenern hat am Wochenende bei den deutschen Meisterschaften in Berlin einen starken zweiten Platz belegt. Zwischenzeitlich war das Team sogar für 15 Minuten deutscher Meister, ehe am Ende der FC Bayern München den Titel holte. Den wiederum hatte TuS Stenern zum Auftakt 1:0 besiegt. „Es war eine hervorragende Leistung der Mannschaft. Wir können stolz sein mit dem Abschneiden bei diesem Turnier. Nach dem vierten Rang im letzten Jahr und dem Vize-Titel jetzt wollen wir uns auch im nächsten Jahr für Berlin qualifizieren. Das Team möchte sich nochmal herzlich bedanken für die tolle Unterstützung unserer Fans aus Stenern. Wir werden wieder angreifen“, erklärte Trainer Holger Krämer direkt nach dem Turnier. Ein bisschen Enttäuschung machte sich nach dem knapp verpassten Titelgewinn zunächst breit. „Aber mit ein, zwei Stunden Abstand haben wir dann verstanden, dass es ein gutes Turnier war. Ziel war es, einen Platz besser als im Vorjahr zu sein, jetzt sind es sogar zwei Plätze geworden“, so Krämer weiter.
Mit 52 Mann war der TuS Stenern nach Berlin gereist und sorgte da wie im Vorjahr wieder für Aufsehen. „Was wir auf die Beine gestellt haben, war schon sensationell. Die eigenen Getränke mit Stenern-Logo, verschiedene Aufkleber, Banner, eine Musikbox oder die große Trommel waren Hingucker während des ganzen Turniers. Auch wenn wir sportlich den Titel knapp verpasst haben, waren wir doch Meister im Feiern – das hat man besonders am Galaabend gesehen.“ Die mitgebrachte Musikbox gab Demming nicht einmal aus der Hand. „Gefühlt kennt mich jetzt ganz Berlin. Wir selbst sind aber auch richtig abgefeiert worden.“
Gleich zum Auftakt wartete der große Favorit FC Bayern München. Stenern startete mutig, hielt defensiv stark dagegen und nutzte in der Schlussminute seine Chance: Lukas Ebbert sorgte mit einer feinen Einzelleistung für den 1:0-Siegtreffer. „Es ging rauf und runter. Als dann so spät der Siegtreffer gelang, waren wir auf Wolke sieben. Zwei Stunden hatten wir Zeit, um wieder herunterzukommen“, sagte Krämer.
Dann ging es gegen die Spvgg Quierschied. Das Spiel war von beiden Seiten nicht so toll“, sagte Krämer über das 0:0. „Im Endeffekt kann man sagen, dass wir da mehr hätten machen können. Aber das weiß man immer erst hinterher“, so Krämer.

Mit dem großen Gala-Abend endete dann der erste Turniertag. „Wir waren mit alle Mann da. Und diejenigen, die nicht spielen mussten, haben bis tief in die Nacht richtig Gas gegeben“, so Demming.
Am Sonntagmorgen ging es dann gegen BSV Al-Dersimspor aus Berlin. Der war am ersten Tag tatsächlich mit dem früheren Nationalspieler Max Kruse angetreten. Am Sonntag fehlte der dann aber. „Es hieß, er solle bei der Reserve aushelfen. Seine Standards sind natürlich immer gefährlich“, sagte Krämer. Aber auch ohne Kruse erlebte Stenern ein Wechselbad der Gefühle. Auf die frühe Führung durch Tim Elsinghorst folgte zunächst ein Eigentor und dann das 1:2. Doch in der Schlussphase drehten Lukas Ebbert und Kubilay Serbes die Partie mit zwei Traumtoren in ein umjubeltes 3:2.

Damit ging es für Stenern ins Endspiel gegen den 1. FC Wunstorf. Ein Sieg musste her, um an Bayern München vorbei auf Platz eins zu ziehen. Jan Wienholt brachte den TuS früh in Führung, und bis kurz vor der Pause war das Team tatsächlich deutscher Meister. Mit dem Halbzeitpfiff fiel jedoch das 1:1. Nach dem Wechsel fehlte die Lockerheit, Wunstorf nutzte die Unsicherheiten und siegte am Ende 4:1. „Man muss sagen, das Wunstorf spielerisch die vielleicht beste Mannschaft war, aber einige entscheidende Gegentore durch Standards kassiert hatte“, so Krämer. Als sein Team acht Minuten vor Schluss das 1:2 kassierte, warf Stenern noch einmal alles nach vorne, kassierte aber zwei Konter – der Titel blieb dem TuS damit verwehrt.
Dennoch konnte Kapitän Björn Terodde (Foto) nach kurzer Zeit schon wieder lachen. „Es war schon beeindruckend, wie uns unsere Leute auf der Tribüne unterstützt haben. Diese Unterstützung gab uns noch einmal einen richtigen Schub. Leider hat es nicht ganz gereicht. Aber wir können stolz sein auf unsere Leistung“, sagte er. „Im letzten Spiel ließen die Kräfte einfach nach und vielleicht war die Nervosität zu groß. Wir waren ganz nah dran und hätten den zweiten Platz vor dem Turnier sicherlich unterschrieben“, fügte er hinzu.
Für Coach Krämer hat Rang zwei sogar etwas Gutes: „Wir müssen wohl im nächsten Jahr noch einmal nach Berlin“, sagte er mit einem Augenzwinkern.
Carola Winter (FFC Asbach Essen) auf Platz fünf
Carola Winter aus Barlo war mit dem FFC Asbach Uralt Essen als Titelverteidigerin in das Ü32-DM-Turnier der Frauen gegangen. Ein erneuter Triumph war Winter aber nicht vergönnt. Dieses Mal reichte es zu Platz fünf. „Gefeiert haben wir trotzdem wieder zusammen“, sagte Tobias Demming.
Bericht: BBV-Ausgabe vom 26.08.25
Fotos: TuS Stenern
Die Ü32-Altherren des TuS Stenern bedanken sich nochmal recht herzlich bei den oben genannten Sponsoren. Ohne deren Unterstützung wäre eine solche Tour mit diesen hervorragenden sportlichen Leistungen nicht möglich gewesen!
Hinweis: Viele Fotos vom DFB Ü32-Cup sind hier auf der Homepage im Fotoalbum veröffentlicht.






